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Schon 1917 erschien in den Blättern für Volksgesundheit,dem Organ der Kneipp-Vereine, ein Beitrag über die "Heilkraft des Sauerkrautes"; und auch bereits in einem Vortrag, den Sebastian Kneipp selbst gehalten hatte, war die Rede von der vielfältigen Verwendung des "Krautkohls".

Das grüne Blatt diente schon lange als Auflage gegen Kopfschmerzen. Noch vielfältiger ist die Heilkraft, wenn das Kraut als Sauerkraut auf den Teller kommt: Verdauungsfördernd, nervenstärkend und blutbildend – das ist nur ein kleiner Teil des breiten gesundheitsförderden Spektrums.

Der Kohl wird erstmals im klassischem Altertum erwähnt. Später findet man Dokumente aus der Zeit Karls des Großen und Hildegards von Bingen. Die Pflanze gehört zu den Kreuzblütlern, sie ist mit Rüben und dem Raps verwandt. Im europäischen Raum kennt man folgende Kohlarten: Spitzkraut, Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, Rosenkohl, Grünkohl, Broccoli, Blumenkohl – sowie den Kohlrabi.

Der beste Kohl wächst heute in Süddeutschland, bekannt unter der Bezeichnung "Filderkraut". Das Anbaugebiet befindet sich auf einer mit Lößlehm bedeckten Ebene zwischen Echterdingen und den umliegenden Fildergemeinden. Fachleute sind sich einig darüber, dass die Kombination aus bestimmten mineralischen Bodenzusammensetzungen sowie das Kleinklima dieses Anbaugebiet besonders beeinflussen.

"Sauerkraut" lässt sich recht einfach selbst herstellen: Auf ca. fünf Kilogramm sehr fein gehobeltes frisches Weisskraut kommen ca. 80 Gramm Salz, Wacholderbeeren, Dill, etwas Kümmel, sowie 500 Gramm grob geraspelte Karotten. Dies alles gibt man mit dem Kraut in einen Steinguttopf, der mit einem Plastiksack ausgelegt wurde, und stampft es so lange, bis genügend Saft die Masse bedeckt. Danach wird der Sack gut verschlossen und mit einem Leinentuch abgedeckt – das Tuch sollte man von Zeit zu Zeit auswaschen. Den Abschluss bildet ein der Gefässform angepasstes Brett, welches mit einem Stein beschwert wird.

Das Ganze lässt man dann zwei bis drei Wochen an einem kühlen Ort stehen. Danach ist es verzehrfähig – guten Appetit!

Sauerkraut und Wheaty lassen sich übrigens wunderbar kombinieren – nicht nur zu unserem Kassler oder zu den Frankenbergern passt Sauerkraut, exklusiv präsentieren wir hier einen Wheaty-Kraut-Auflauf:

Zutaten:

250 g Wheaty VEGANKEBAB Gyros
200 g Kartoffelbrei
100 g veganer Käse oder Hefeschmelz
100 g Sauerkraut, gekocht
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 große Zwiebel, gewürfelt

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch andünsten. Eine feuerfeste Form ausfetten, Kartoffelbrei hineingeben und gleichmäßig darin verteilen. Zuerst Wheaty VEGANKEBAB Gyros, dann das Sauerkraut darauf schichten. Zwiebel und Knoblauch sowie den veganen Streukäse oder Hefeschmelz darüber verteilen. Bei 180° ca. 15-20 Minuten backen.