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Was wir heute als Eintopf bezeichnen – das Kochen mehrerer Zutaten in einem Gefäß –, gehört wohl zu den ältesten Kochtechniken überhaupt. Ursprünglich wurde meist in einem Kessel über der Feuerstelle gekocht, als Grundlage dienten dabei in erster Linie verschiedene Getreide. Ein historisches Beispiel dafür ist der Getreidebrei der römischen Gladiatoren, der Gerste und Bohnen enthielt. Aus Wurzeln und verschiedenen Gemüsen entstanden mit der Zeit zahlreiche Varianten.

Im Deutschen wurden Eintopfgerichte, als es diesen Ausdruck noch nicht gab, regional auch als „Durcheinander“ bezeichnet. Tatsächlich ist der Begriff „Eintopf“ erst seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt, obwohl das Zusammengekochte schon seit Jahrhunderten zum Ernährungsalltag gehörte, natürlich oft zu dem der ärmeren Bevölkerungsschichten, also der Bauern und später der Arbeiter. Schon Ende des 18. Jahrhunderts erfand Benjamin Thompson, der „Reichsgraf von Rumford“, ein Eintopf-Gericht, die sogenannte Rumford-Suppe. Sie wurde zunächst aus Graupen und Erbsen hergestellt; später kamen noch Kartoffeln hinzu. Varianten der Suppe dienten fortan vor allem zur Armenspeisung. Heinrich Heine schrieb daher: „Alle überlieferte Heiterkeit, alle Süße, aller Blumenduft, alle Poesie wird aus dem Leben herausgepumpt werden, und es wird davon nichts übrigbleiben als die Rumfordsche Suppe der Nützlichkeit.“ Mit Gemüse ergänzte und mit Gewürzen abgeschmeckte Varianten fanden aber auch Eingang in die bürgerliche Küche des 19. Jahrhunderts.

Heute hat man die Gemüsesuppen und -eintöpfe wieder neu entdeckt, nicht nur, weil das Bewusstsein für eine gesunde Ernährungsweise wieder einen wichtigen Stellenwert erhalten hat; angesichts der zunehmenden Kritik an der Wegwerfgesellschaft entdeckt man auch die klassischen Arten der Resteverwertung von Lebensmitteln wieder neu. Und gerade in der kalten Jahreszeit ist ein heißer Gemüseeintopf einfach eine reine Wohltat. Probieren Sie doch einmal folgendes Rezept aus:

Rustikaler Eintopf „Mössinger Art“Eintopf.jpg

Zutaten:

200 g VEGANWURST Weenies
2 kleine Karotten

300 g Linsen
1 kleine Stange Lauch

1 Zwiebel
1 kleine Sellerieknolle

200 g Kartoffeln
2-3 EL Mehl

½ Liter Gemüsebrühe
2-3 EL Essig

50 g Margarine
Salz

Schnittlauch


Zubereitung:

Linsen in 1 ¼ Liter Wasser (kalt) 10 Stunden einweichen. Sellerie und Karotten waschen und in kleine Würfel schneiden. Vom Lauch die Wurzel entfernen, dann in dünne Streifen schneiden. Zusammen mit den Linsen und dem Einweichwasser etwa 50 Minuten schwach köcheln lassen.

Mehl in heißer Margarine braun anrösten. Zwiebeln schälen, in feine Würfel schneiden, in dem Mehl kurz mitrösten. Mit Gemüsebrühe ablöschen, 5 bis 10 Minuten kochen lassen.

Kartoffeln schälen und in gleichmäßig kleine Würfel schneiden. Linsen und Kartoffeln zu den Zwiebeln geben und nochmals 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Essig abschmecken.

Weenies im Eintopf erhitzen. Mit Schnittlauch garnieren. Dazu passt Baguette.