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Vom Korn zum Fladenbrot, vom Mehl zur Nudel und zum Genuss- und Heilmittel: Es war vor 10.000 Jahren, als die Menschen begannen, gezielt wild wachsendes Getreide anzubauen. Denn ursprünglich waren die Getrteidepflanzen Wildgräser. Unsere Vorfahren zerquetschten die Körner zunächst zwischen Steinplatten und stellten mit Wasser daraus einen Brei her. Zuvor mussten jedoch mühsam die Schalen entfernt werden. Es war wohl eine Masse, die man ausgerollt in Fladenform auf erhitzten Steinen gebacken hat.

Die Ägypter waren besonders geschickt im Anbau von Getreide und in der Verfeinerung der Fladenherstellung. In Großbäckereien wurden die verschiedensten Fladensorten gebacken. So fanden damals etwa Hirse, Gerste, Dinkel und Einkornweizen Verwendung in den Backhäusern. Sogar in den Gräbern der Pharaonen fand man verschiedene Getreidesorten. Die Entwicklung der Teigwaren war ein weiterer Schritt in der Verwendung von Mehl. So hat man schon in der griechischen Antike Nudelgerichte gekannt, Gerätschaften zur Nudelherstellung fand man auch in etruskischen Gräbern. Auch im frühen China nahm der Getreideanbau eine wichtige Stellung ein, archäologische Funde haben gezeigt, dass dort schon vor 4000 Jahren Nudeln hergestellt worden sind; mehr dazu können Sie in unserem Text zur Seitan-Tradition lesen.

Das Wort Brot übrigens stammt aus dem altgermanischen, bedeutete zunächst Gegorenes und bezog sich damals auf den durch Sauerteiggärung hergestellten Teig. Später wurde dann die Bezeichnung Brot auch auf den ungesäuerten Teig übertragen. Bald fand man auch heraus, wie man aus Braugerste/Malz, Wasser und Hopfen ein bierähnliches Getränk herstellen konnte. In den damaligen Klöstern diente das Getreide aber nicht nur zur Bierherstellung, man hat aus der Getreidemaische eine Flüssigkeit destilliert, um daraus Arznei herzustellen.

Justus von Liebig erkannte Mitte des 19. Jahrhunderts dann die Bedeutung des Mineralstoffdüngers für den Getreideanbau. Eine Steigerung der Ernteerträge von ehemals 1300 kg/ha auf heutige 9000 kg/ha waren die Folge. Heute entscheidet der Anbauer, welche Getreidesorte am besten zu seinem Anbauort passt. Dabei spielen die Vermarktungschancen eine wichtige Rolle.

In der modernen veganen Ernährung spielt Getreide, nach Gemüse und Obst, natürlich eine große Rolle, nicht zuletzt in Form von Wheaty. Wir haben diesmal ein Rezept für Sie, das eine Reminiszenz an die Seitan-Tradition ist und Getreide in zwei beliebten Formen enthält: Als Seitan und als Nudeln.

 

Nudelpfanne Sirikitsirikit5_korr.jpg

Zutaten:

Eine Packung Wheaty Seitanmedaillons
Sojasauce, Zitronensaft
20 g getrocknete Mu-err-Pilze
200 g Asia-Nudeln
1 Frühlingszwiebel
2 1/2 EL Sesamöl
120 g Sojasprossen
½ Tl Speisestärke
100 ml Gemüsebrühe, Salz, 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Die Seitanmedaillons in Stücke reißen, mit Sojasauce und Zitronensaft beträufeln, 20 Minuten ziehen lassen. Mu err-pilze in sehr wenig heißem Wasser quellen lassen, in Streifchen schneiden. Nudeln al dente kochen, kalt abschrecken. Frühlingszwiebel säubern und in feine Ringe schneiden. 1 EL Öl erhitzen. Seitan und Pilze etwa 2 Minuten anbraten. Frühlingszwiebel zugeben. Nochmals 1 Minute mitbraten. Nudeln in restlichem Öl anbraten. Speisestärke mit etwas Sojasauce und kaltem Wasser anrühren. In die Wheaty-Pfanne geben und kurz aufkochen lassen. Mit etwas Sojasauce und Zucker abschmecken. Danach über die gebratenen Nudeln geben.