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Ursprünglich war in Europa lediglich die Ackerbohne heimisch; sie galt als ein wichtiger Eiweißträger und war damals für die Bevölkerung ein unverzichtbarer Bestandteil in ihrer Ernährung. Jene Pflanze, die heute als Grüne Bohne, Gemüse- oder Gartenbohne oder österreichisch als Fisole bezeichnet wird, wurde erst im 16. Jahrhundert durch die damaligen Kolonialmächte aus Südamerika eingeführt, wo sie neben Kürbis und Mais die wichtigste Nahrungspflanze war. Die älteste Abbildung aus Deutschland stammt aus einem Kräuterbuch von 1543.

Grüne Bohnen wachsen als Busch- oder Stangenbohnen. Sehr beliebt und schmackhaft sind auch Prinzessbohnen, man kennt sie auch unter der Bezeichnung Kenia-Bohnen. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze. Die Grüne Bohne ist eine Körnerleguminose, gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler und, nach landwirtschaftlichem Nutzen, zu den Eiweißpflanzen: Körnerleguminosen haben mit 23 Prozent Roheiweißgehalt den zweithöchsten Proteinwert von Nahrungspflanzen nach den Sojabohnen. Grüne Bohnen enthalten neben Eiweiß noch weitere wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine (B2, B6, C, E, Betacarotin, Folsäure), Ballaststoffe und Mineralien (Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen).

Rohe Bohnen enthalten außerdem das Protein Phasin. Man sollte sie deshalb nur im gekochten Zustand verzehren: Phasin wird durch Kochen zerstört. Da die Bohnen außerdem einen hohen Anteil von Purine enthalten, sollten Menschen, die zu Gicht neigen, besser auf den Verzehr verzichten.

Bohnen sollte man frisch verzehren. Frische Bohnen erkennt man daran, dass sie beim Durchbrechen knacken. Im Kühlfach sollte man sie maximal zwei bis drei Tage lagern. Möchte man sie länger aufbewahren, ist es sinnvoll, sie zu blanchieren. Die Bohnen vorher waschen und die Endstücke abschneiden; wenn nötig die Fäden entfernen. Möchte man die Bohnen eingefrieren, so sollte man sie fünf bis sechs Minuten blanchieren und danach in Eiswasser kurz abkühlen. Gut abtrocknen lassen und im Gefrierbeutel in die Tiefkühltruhe geben; nach kurzer Gefrierphase etwas durchlockern, danach wieder zurücklegen, so ist die einzelne Entnahme später einfacher.

Bei der Zubereitung, sei es gekocht oder gedünstet, sollte man unbedingt das Bohnenkraut nicht vergessen – wie in folgendem Rezept:

Feuriger Bohnensalat

Zutaten:Beans_Phaseolus_vulgaris_Gartenbohne.jpg

200 g frische Bohnen
200 g Wheaty VEGANWURST Merguez
Paprikaschoten, rot und gelb
50 g Maiskörner aus der Dose
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
2-3 EL Olivenöl oder Walnussöl
2-3 EL Obstessig
Salz und Pfeffer
1 Prise Zucker
1 Sträußchen Dill

Zubereitung:

Bohnen in leicht gesalzenem Wasser mit etwas Bohnenkraut bissfest kochen. In Eiswasser abschrecken (so bleibt die grüne Farbe erhalten). Danach in fingerdicke Stücke schneiden.

Bei den Paprikaschoten den Stielansatz entfernen, vierteln, Trennwände und Samen entfernen, in gleichgroße Stücke würfeln. Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauchzehe schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Merguez in dünne Röllchen schneiden. Chilischote mit Küchenhandschuhen halbieren, die Kerne vollständig entfernen und in sehr feine Stücke schneiden.

Alles zusammen mit den Maiskörnern in eine Schüssel geben, mit Öl, Essig, Salz, Pfeffer und Zucker vermischen. Etwa eine Stunde durchziehen lassen. Mit frischem Bauernbrot servieren.