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Blüten und Knospen werden seit jeher in der anspruchsvollen Küche verwendet. Waren es früher die Lindenblüten und das Gänseblümchen, so sind es heute beispielsweise Kapuzinerkresse, Stiefmütterchen, Borretschblüten, das Hornveilchen, Rosenblätter, die Ringelblume oder die Gewürztagetes.

 

Am besten werden die Blüten am frühen Morgen gepflückt, denn bei zu starker Sonneneinstrahlung verflüchtigen sich die ätherischen Öle sehr schnell. Die Blüten sollte man frisch verwenden, ansonsten welken sie sehr rasch. Wenn man sie auf ein feuchtes Küchenkrepp gibt und in den Kühlschrank legt, am besten ins Gemüsefach, halten sie ihre Frische etwas länger. Holt man die Blüten aus dem eigenen Garten, so braucht man sie eigentlich nicht zu waschen. Man kann sie jedoch unter kaltem fließendem Wasser kurz abbrausen; danach sollte man sie vorsichtig trocken tupfen. Bei Ringelblumen sollte man, wie bei allen großen Blüten, nur die einzelnen Zungenblüten verwenden. Kleine Blüten wie etwa Hornveilchen, Begonien, Löwenmäulchen und Gänseblümchen kann man unzerteilt verwenden. Wichtig bei allen essbaren Blüten ist: Sie sollen ungespritzt, ungedüngt und sauber von Insekten und Larven sein.

 

Das Wertvolle an den Blüten sind ihre zahlreichen Aroma-und Geschmacksstoffe. Sie enthalten auch einige Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Die geringe Menge fällt jedoch aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht ins Gewicht.

 

Achtung: Bei vielen Blüten gibt es „Doppelgänger“, die zum Teil giftig sind. Deshalb sollte man sich über die Vielfalt an Blüten vor dem Verwenden informieren.

 

Die Geschmacksrichtungen gehen über süßlich, säuerlich bis hin zum leichten Knoblauchgeschmack der Knoblauchblüte oder dem herb-scharfen Geschmack der Schnittlauchblüte. Blüten und Blätter der Duftpelargonie bringen Aromen von zitronig-frisch bis schokoladensüß an Salate oder an Mehlspeisen. Ein Obststalat bekommt durch Minze-oder Melissenblüten eine besondere Note.

 

Viele essbaren Blüten lassen sich auch in Zucker kandieren. Schichtet man sie in Gläser mit Schraubverschluss zwischen Papierlagen ein, hat man immer einen Vorrat an Dekoration. Sie lassen sich auch in stillem Mineralwasser im Eiswürfelfach einfrieren. Hierzu ein Tipp: Die Blüten in das Eiswürfelfach legen und halb mit Wasser bedecken, anfrieren lassen, danach mit Wasser auffüllen und ganz gefrieren lassen. So kann die Blüte nicht nach oben schwimmen.

 

Die Geschmacksvielfalt der Blüten lässt sich auch wunderbar nutzen, um einen bunten Sommer-Salat zu zaubern:

 

Wheaty-Blütensalat:

 

Zutaten für 4 Personen:

 

1 Packung Wheaty VEGANSLICES nach Wahl, in Streifen geschnitten

1 Kopf Friseesalat, gewaschen und zerteilt

1 Bund Radieschen, gewaschen und in feine Scheiben geschnitten

1 Stange Bleichsellerie, gewaschen und in sehr kleine Stücke geschnitten

2 Tomaten, grüner Stielansatz entfernt, in Achteln

1 sehr kleine Zucchini, in dünne Streifen geschnitten

1 Bund Schnittlauch, gewaschen und in kleine Röllchen geschnitten

10 Walnusshälften

1 ½ Scheiben Toastbrot, gewürfelt und geröstet

 

Alle Zutaten vermengen, Blüten darüber verteilen und mit einer Marinade übergießen. Als Blüten eignen sich: Kapuzinerkresse, Ringelblumen, Tagetes und Gänseblümchen. Für die Marinade Olivenöl, Obstessig, etwas Ahornsirup, frische gehackte Zitronenmelisse, Salz und eine gehackte Knoblauchzehe mischen.