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Botanisch gehören die Kürbisse – wie die Melonen und die Zucchini – zu den Beeren. Im Spätjahr ernten wir die orangefarbenen Früchte. Wer denkt dabei daran, dass es sich um eine der ältesten Kulturpflanzen handelt?

In Peru wurde der Kürbis schon vor 10.000 Jahren angebaut. Christoph Kolumbus brachte ihn nach Europa. Neue Züchtungen ließen eine große Vielfalt entstehen. So gibt es heute etwa 300 verschiedene Kürbissorten. Die wichtigsten Speisekürbisse sind der Gartenkürbis, der Moschuskürbis, der Riesenkürbis, der Feigenblattkürbis, der Spaghettikürbis, der Butternutkürbis, der Muskatkürbis und der Hokkaidokürbis.

Zusätzlich gibt es noch die Pumpkins. Hierbei handelt es sich um spezielle Schnitzkürbisse, die für Halloween angebaut werden. Der Brauch, zu Halloween Kürbisse auszuhöhlen und in Laternen zu verwandeln, ist inzwischen weit über das Ursprungsgebiet hinaus bekannt und verbreitet. Es gibt sogar eine eigene Sorte namens "Jack-O'-Lantern".

In Afrika und im Orient waren die essbaren Kürbisse nicht bekannt. Dafür die Flaschenkürbisse, oder besser bekannt als Kalebassen. Die Kalebasse wurde ausgehöhlt und danach getrocknet. Durch das Trocknen wurden die Fruchtwände steinhart, der Kürbis konnte so dazu dienen, Wasser zu transportieren. Kalebassen entdeckte man in ägyptischen Gräbern. Römische Legionäre benutzten sie als Wasserflaschen. Und noch heute werden Flaschenkürbisse zu Trommeln, Geschirr und zu Gefäßen verarbeitet.

Heute sind Kürbisse als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse sehr beliebt – kein Wunder: Aus dem Fruchtfleisch lassen sich zahlreiche Gerichte zubereiten, von aromatisch duftenden Suppen bis hin zu Marmeladen. Kürbisfleisch besteht zu 90 Prozent aus Wasser, drei Prozent sind Ballaststoffe. Der Kürbis ist fettfrei. Die Vitamine C und E, sind neben verschiedenen B-Vitaminen und Vitamin A in hohen Anteilen enthalten, genauso wie Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Selen und Kalium.

Krbiskerne.jpgKürbiskerne, die auch in unserem Spacebar Kür-Biss enthalten sind, sind bekannt für ihre hervorragenden Inhaltstoffe wie Provitamin A, Vitamin B,C, und E, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und viele Mineralstoffe. Aus den Samen spezieller Ölkürbisse werden in der Steiermark köstliche Kürbiskernöle hergestellt.

Kürbis findet auch in der Medizin Verwendung. Er enthält im Fleisch und in den Samen Phytosterine, medizinisch verwertbare Sekundärstoffe, die gegen Blasen-und Prostataprobleme gute Wirkungen haben. So wurde der Gartenkürbis zur Arzneipflanze des Jahres 2005 ernannt.

Man kann also sagen, dass der Kürbis eine rundum gesunde orangefarbene Köstlichkeit ist! Ein rundum gesundes Kürbis-Rezept mit der würzigen Note unserer Chorizo-Bratwurst ist die Wheaty Buddha-Bowl – viel Spaß beim Ausprobieren!