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Die Ernährungswissenschaft bezeichnet die Linse als ein Juwel aus der Familie der Hülsenfrüchte. Zusammen mit Teigwaren liefern Linsen eine optimale Aminosäuren-Kombination; ähnliche Werte liefern nur die Zusammenstellungen Mais mit Bohnen oder Reis mit Soja.

Im Handel bekommt man heute verschiedene Linsen angeboten, etwa Teller-, Beluga- oder rote Linsen. Am häufigsten werden in Deutschland die Tellerlinsen verwendet. Sie sollten vor dem Kochen eingeweicht werden. Die Kochzeiten liegen im allgemeinen zwischen 25 und 30 Minuten. Grundsätzlich sollen die Linsen ohne Salz gekocht werden, die Würzung erfolgt nach dem Kochen.

Linsen mit Spätzle gelten gewissermaßen als das Nationalgericht der Schwaben. Linsen wurden auf der Schwäbischen Alb bis weit in die 1950er-Jahre angebaut; der karge, steinreiche Boden bot die besten Voraussetzungen für ihren Anbau. Dennoch war dieser sehr mühsam, und so verschwanden die Alb-Linsen und mussten den billigen Importen Platz machen. Kanada, die Türkei und Indien sind heute die wichtigsten Anbauländer. Einige Biobauern bemühten sich jedoch bald wieder um das Auffinden der verloren geglaubten Hülsenfrüchte: Durch einen glücklichen Zufall entdeckte man in einem Institut in St.Petersburg keimfähige Linsen. Aus diesen wenigen keimfähigen Linsen sind die "Alb-Leisa" wieder zum Leben erweckt worden.

Obwohl sich die Anbaufläche vergrößert hat, können die Erzeugergemeinschaften die Nachfrage nicht ausreichend befriedigen. Es ist also etwas Besonderes, wenn man an dem Genuss der Spezialität teilhaben darf. Nicht umsonst wurden die "Alb-Leisa" in die "Arche" von Slow Food aufgenommen. Sie gilt als besonders erhaltenswert und typisch für die Region zwischen Ost- und West-Alb.

Die braun-grünen Linsen mit ihrem typischen kräftigen Geschmack haben sich seither zu einer regionalen Spezialität entwickelt, die dem Lieblingsgericht der Schwaben eine besondere Note verleihen, das wir hier in einer veganen Variante vorstellen:Eintopf.jpg

Wheaty Linsengericht

Zutaten:

250 g Linsen
½ rote Paprika
½ gelbe Paprika
1 kleine Zucchini
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
600 ml Tomatensaft
1 EL Tomatenmark
2 EL Balsamico-Essig
2 EL Olivenöl
Meersalz und Pfeffer
400 g Wheaty Weenies
Gemüsebrühe (Menge je nach Bedarf)

Zubereitung:

Die Linsen 1 Stunde in kaltem Wasser einweichen.

Die Paprika und Zucchini waschen und in Streifen schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, fein würfeln und mit dem Gemüse in heißem Olivenöl andünsten. Mit dem Tomatensaft ablöschen.

Die Linsen in ein Sieb geben und abtropfen lassen und zusammen mit etwas Gemüsebrühe dazugeben. Etwa 20 Minuten köcheln lassen und eventuell mit etwas Wasser verdünnen. Zum Schluss mit Tomatenmark, Meersalz, Pfeffer und Balsamico-Essig abschmecken.

Auf einer Platte anrichten und mit den kurz in Öl angebratenen Weenies garnieren. Dazu passen natürlich Spätzle.