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Von drauß' vom Walde komm ich her, ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr! Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein sitzen...

Das Licht hatte in der Vergangenheit immer schon eine besondere Bedeutung. Der Mensch fürchtete sich vor den langen Nächten und der Dunkelheit, Sturm und Frost zeigte sich und man glaubte noch an die „bösen Geister" des Winters. Dem Aberglaube waren Tür und Tor geöffnet. Man versuchte, die bösen Geister mit Gebeten und Zauberformeln zu vertreiben. So stellte man beispielsweise einen Besen mit den Borsten nach oben in den Türrahmen. Für die Tiere legte man zwei gekreuzte Messer in den Stall. Für die guten Geister schmückte man die Häuser mit Zweigen von der Eibe, dem Buchsbaum oder der Mistel; man sprach diesen Pflanzen mit ihrem Grün eine besondere Widerstandskraft gegen alles Böse zu.

Der Adventskranz bringt das Grün und die Wärme wieder in die heutige Zeit. Er ist das Symbol für Wärme, Licht, Geborgenheit und Frieden. Das gleiche gilt heute auch noch für den „Weihnachtsbaum", wenn auch der ursprüngliche Sinn durch reinen Kommerz abgelöst wurde.

Wärme und Geborgenheit kann auch durch ein festliches Gericht entstehen. Ich möchte dazu die Pastinake wieder in Erinnerung bringen. Pastinaken waren bis in früheren Zeiten ein wichtiger Bestandteil in der Ernährung. Man vermutet, dass römische Truppen die Pastinake nach Mittel-und Nordeuropa gebracht haben. So fand man in Xanten bei Ausgrabungen in einer Römersiedlung noch Pastinakensamen.

Die Pastinake hat einen aromatischen Geschmack, der an Sellerie und Karotten erinnert. Ein hoher Anteil an Vitamin E und B zeichnet sie aus. Besonders wertvoll ist der Gehalt an Calcium und Kalium. Sie ist sehr bekömmlich und leicht verdaulich. Man kann sie als Rohkost mit z.B. Äpfeln oder Birnen und gekocht als Gemüse genießen. Man sagt der Pastinake harntreibende und entwässernde Eigenschaften nach. Am besten schmeckt sie nach dem ersten Frost und wenn sie ein Gewicht von bis zu 200 Gramm hat.

Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig. Hier ein Rezept mit Pastinaken und dem Wheaty-Vesttagsbraten:

Wheaty Vesttagsbraten an Wacholderrahmsauce

Zutaten für 4 Portionen:

4 Scheiben Wheaty Vesttagsbraten
600 g Pastinaken
200 g Prinzessbohnen
Gemüsebrühe
Zucker, Olivenöl
800 g mehlig kochende Kartoffeln
200 ml Sojamilch
2 EL vegane Margarine
Salz und Muskat
1 mittelgroße Zwiebel
1 ½ EL Sonnenblumenöl
4 Wacholderbeeren zerdrückt
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
150 ml Rotwein
1 ½ EL Sojasauce
300 ml Sojasahne
etwas abgeriebene Orangenschale
Salz und Pfeffer
1 EL Kokos, geraspelt
1/4 Bund Blattpetersilie
Apfelsaft

Zubereitung:

Pastinaken putzen und waschen, von oben nach unten schälen, würfeln, danach in leicht gesalzenem Wasser ca. 5-6 Minuten garen. Anschließend in einer Pfanne mit Zucker leicht glasieren und mit wenig Apfelsaft ablöschen. Warm halten. Bohnen putzen und waschen, in Gemüsebrühe mit einer Prise Zucker und einem EL Olivenöl ca. 20-25 Minuten bissfest garen. Warm halten.

Kartoffeln waschen, schälen und in Stücke schneiden. Ca. 20 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen. Sojamilch aufkochen, die heißen Kartoffeln mit einer Kartoffelpresse in die heiße Sojamilch drücken, Margarine dazu geben und mit einem Schneebesen kurz durchrühren. Mit Salz und Muskat abschmecken. Warm halten. Für die Sauce Zwiebel schälen und fein würfeln, danach in einer Pfanne in heißem Sonnenblumenöl andünsten. Mit Rotwein ablöschen. Sojasahne und Sojasoße dazu geben. Zusammen mit den zerquetschten Wacholderbeeren, Lorbeerblatt und Nelken etwas einreduzieren lassen. Durch ein Sieb passieren. Mit Salz und Pfeffer sowie mit etwas Preiselbeeren und abgeriebener Orangenschale abschmecken. Bratstücke auf beiden Seiten kurz anbraten. Pastinake, Bohnen und Kartoffelpüree sowie den Vesttagsbraten auf einem Teller anrichten und mit der Soße begießen. Die Pastinaken mit etwas gewiegter Blattpetersilie und Kokosraspeln garnieren.