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Milchshakes und Fruchtsäfte sind schon lange bekannt. Die heutigen Säfte und Smoothies sind jedoch mit früheren nicht zu vergleichen: Sie zeichnen sich heute durch Vielfalt und Raffinesse aus, und vor allem haben sie einen hohen Gesundheitswert.

 

Aus dem Milchpunsch des 18. Jahrhunderts entstanden nach und nach die verschiedensten Geschmacksrichtungen. Wurde damals noch heiße Milch mit Likör oder Weinbrand versetzt, so wurde der Punsch im Laufe der Zeit zunehmend vom alkoholfreien Shake verdrängt. Dieser bestand aus Milch, Eiscreme und Fruchtsirup. Sehr häufig wurden künstliche Aroma-und Farbstoffe verwendet. Er entwickelte sich so zu einem ungesunden Getränk.

 

Frucht-und Gemüsesäfte sind schon lange als Durstlöscher beliebt. Zur Saftgewinnung wurden traditionell allerdings nur leicht auspressbare Früchte verwendet. Auch eine zusätzliche Würzung erfolgte nur in seltenen Fällen – lediglich beim Tomatensaft etwa verwendete man einen Spritzer Worcestersauce. Heute findet man überwiegend industriell hergestellte Säfte im Supermarkt, und in der Zwischenzeit fanden auch viele tropischen Früchte ihren Einzug bei der Herstellung von Mischsäften.

 

Frisch gepresster Fruchtsaft wurde in den 1960er Jahren zu einem Trendgetränk der Naturkostbewegung, vor allem bei Vegetariern. In den USA nahmen so genannte Health-Food-Restaurants Smoothies aus Fruchtsaft, Fruchtpüree und Eis in ihr Angebot auf. Vorreiter fanden sich besonders in Kalifornien. Hier gilt Stephen Kuhnau als ein Pionier der Smoothie-Vermarktung – er sagt allerdings: „Ich habe das Wort Smoothie nicht erfunden. Das erste Mal habe ich das Wort Ende der 1960er Jahre gehört in Zusammenhang mit Früchten und Getränken auf Basis von Fruchtsaft, die von ‚Hippies‘ hergestellt wurden.“ Im Gegensatz zu herkömmlichen Fruchtsäften besteht die Basis von Smoothies aus pürierten frischen Früchten; Gemüse, Kräuter und Gewürze runden den Geschmack ab. Hierbei werden weder Zucker noch sonstige künstliche Zusatzstoffe zugesetzt. Bei diesen Mixgetränken handelt es sich also um einen vitaminreichen Genuss.

 

Die Ernährungswissenschaft rät, täglich fünf Portionen Obst und Gemüse zu verzehren. Da dies nicht immer leicht einzuhalten ist, bieten die Frucht-und Gemüsesäfte hierzu eine angenehme und zeitsparende Möglichkeit. Smoothies und Obst-und Gemüsemixgetränke bieten damit eine angenehme Einnahme wichtiger Vitamine.

 

In den letzten Jahren ist, ausgehend von der Rohkostbewegung, noch ein neuer Trend entstanden: Grüne Smoothies. Deren Erfinderin Victoria Boutenko stellte ein sogenanntes „Reinheitsgebot“ für grüne Smoothies auf, das als Zutaten Obst, Blattgemüse und Wasser verwendet. Aufgrund des im Vergleich zu Smoothies aus Obst höheren Faseranteils bei Grünpflanzen erfolgt die Zubereitung in speziellen Hochleistungsmixern. Hier können auch Kerne und Schale mit püriert werden. Die Anhänger grüner Smoothies schwören auf deren positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Bis das durch Studien überprüft ist, bleiben die grünen Smoothies in erster Linie Geschmackssache. Ihre Farbe gefällt uns jedenfalls schon einmal.