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Der 24. Juni ist ein Trauertag für alle Freunde des Spargels – an diesem Tag wird das Gemüse traditionell zum letzten Mal gestochen. Ob schockgefroren oder in Dosen eingelegt, keine der modernen Konservierungsmethoden kann die Freude am Spargel verlängern. Nur wenn der Spargel frisch gestochen auf den Tisch kommt, schenkt er uns jenes unnachahmliche Vergnügen für unseren Gaumen, welches schon die alten Pharaonen schätzten: Vor 5000 Jahren ernannten Echnaton und seine Gemahlin Nofretete den Spargel zur "Götterspeise". Auch die alten Chinesen verwendeten ihn schon in ihrer Medizin.

Seinen Ursprung hat der Spargel vermutlich in Vorderasien, wo er in feuchtsandigen Flusstälern wuchs. Die Römer brachten ihn von ihren Eroberungszügen mit. Er verbreitete sich danach in West-und Mitteleuropa. In seinem Werk De agri cultura, das um 150 v. Chr. geschrieben wurde und als das älteste erhaltene Prosawerk in lateinischer Sprache gilt, beschreibt Cato der Ältere bereits, wie das Gemüse im Garten angebaut werden kann.

Im ausgehenden Mittelalter wurde Spargel beinahe überall in Europa angebaut; in Frankreich und Italien genauso wie in England, Osteuropa und Deutschland. Die deutschen Anbaugebiete waren damals vor allem die Braunschweiger Gegend, der badische Raum, die Umgebung von Berlin, Hamburg und Riga. Bis heute gibt es in Deutschland zwei große Anbaugebiete: Braunschweig, Hannover und Osnabrück im Norden und Schrobenhausen, Schwetzingen und Ingelheim im Süden.

Bis zum 24. Juni also gibt es noch die Möglichkeit, frischen Spargel zu genießen – und es lohnt sich, nicht nur geschmacklich, sondern auch für die Gesundheit! So enthält Spargel etwa die Vitamine C und E sowie mehrere B-Vitamine, außerdem Eisen, Magnesium, Kalium und Kalzium.

Wir präsentieren heute ein Spargel-Rezept mit den neuen Wheaty-Seitanmedaillons.

Zutaten für 4 Personen:appetite-2038_1280.jpg

4 Wheaty Seitanmedaillons
Semmelbrösel
1 kg Spargel
1 kg neue Kartoffeln (klein)
2 Zweige Rosmarin
1 kleiner Kopf Broccoli
1-2 EL Mandelsplitter
Olivenöl
Thymian

Für die Sauce:

250 gr vegane Margarine
250 ml Sojasahne
1 EL Zitronensaft
1 EL Senf
1-2 EL Hefeflocken
Salz, Pfeffer
etwas Kartoffelstärke

Zubereitung:

Margarine, Sojasahne und Senf in einem Töpfchen verrühren und aufkochen lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Kartoffelstärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und die Sauce damit leicht abbinden, am Schluss die Hefeflocken unterrühren.

Weißen Spargel schälen (grüner Spargel ist häufig nur im unteren Drittel leicht holzig; diesen deshalb nur wenn nötig schälen). Zusammen mit etwas Salz (1/2 EL) und Zucker (1 TL) sowie 1 EL Sonnenblumenöl in kochendes Wasser geben, etwa 20 Minuten kochen (grüner Spargel braucht nur 8 Minuten); warm halten. Kartoffeln in der Schale 15 Minuten ankochen, schälen, halbieren. Danach in etwas Olivenöl zusammen mit den Rosmarinzweigen hellbraun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen; warm halten. Broccoli putzen, Wurzelansatz etwas zurückschneiden, waschen, danach im Ganzen in leicht gewürzter Gemüsebrühe bissfest dünsten. Mandelspitter ohne Fett kurz anrösten.

Wheaty Seitanmedaillons in Semmelbrösel wenden, danach in etwas Olivenöl auf beiden Seiten kurz anbraten. Spargel auf einer Platte zusammen mit den Rosmarin-Kartoffeln, dem Broccoli und den Seitanmedaillons anrichten. Einen Teil der Sauce hollandaise über den Spargel gießen. Die Mandelsplitter über den Broccoli verteilen. Ein paar Thymianzweige waschen, danach die Seitanmedaillons ebenfalls mit etwas Sauce hollandaise versehen und mit den Thymianzweigen ausgarnieren.