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Als Sprossen bezeichnet man die jungen Triebe von Pflanzen oder aus Samenkörnern gekeimte Jungpflanzen. Echte Sprossengemüse sind etwa Spargel oder Bambussprossen. Als Keimsprossen werden die Sämlinge von Nahrungspflanzen bezeichnet. Anders als die Kressen werden sie komplett verzehrt. Im europäischen Raum wurden sie erst durch das Entstehen asiatischer Restaurants populär. Dabei sind die Erkenntnisse über essbare Sämlinge schon sehr alt. Bereits dreitausend Jahre vor unserer Zeitrechnung empfahl der damalige chinesische Kaiser Seng-Nung sie seinen Untertanen zum häufigen Verzehr. Der Aufwand zur Lagerung von Samen ist gering und die Keimfähigkeit wird so sehr lange erhalten: Bei Ausgrabungen in Ägypten fand man in den Grabkammern von Pyramiden Samenkörner, die noch keimfähig waren.

Als Zutat in vielen asiatischen Rezepten, etwa in der Chinesischen Neujahrspfanne, sind etwa Sojasprossen bekannt. Sehr häufig werden sie als Konserven in der Dose oder im Glas angeboten. Man kann sie jedoch mit etwas Sorgfalt auch selber züchten. Außer der Sojabohne eignen sich besonders Luzerne, Kichererbsen, Senfsamen, Sonnenblumenkerne, Kresse, Kürbis, Quinoa und Radieschen sowie verschiedene Getreidekörner. Die Samen und Körner sollten aus biologischem Anbau stammen.

Sprossen sind richtige kleine Kraftpakete. Denn die Pflanze speichert die Stoffe, welche die Nachkommen für ihren Start ins Leben brauchen, im Saatkorn; beim Keimen wandeln Enzyme sie in leicht verfügbare Nährstoffe um. Sprossen sind deshalb voll von Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Vitamin C, A und E erreichen durch die Keimung innerhalb von zwei bis drei Tagen Höchstwerte. Es gibt kein frischeres, gesünderes und preisgünstigeres Gemüse auf dem Markt.

Wie züchtet man Sprossen? Im Naturkostladen, im Reformhaus oder in der Drogerie besorgt man sich Keimgläser. Die gewünschten Saaten bekommt man ebenfalls im Fachhandel. Über Nacht weicht man die gewünschte Sorte und Menge in klarem Wasser ein. Dabei Wärme vermeiden – sonst besteht die Gefahr, dass es zu einer Gärung kommt. Sehr sorgfältig wird das Keimgut nun gut durchgespült. In ein Keimgefäß einfüllen. Dabei auf die Hygiene achten. Bei Zimmertemperatur, jedoch ohne Sonneneinstrahlung, aufstellen. Vormittags und am späten Abend das Keimgut gründlich durchspülen. Es sollte danach nicht im Wasser liegen. Nach vier bis fünf Tagen können die Sprossen geerntet werden.

Dann kann man sie pur essen oder sie in einem Gericht verwenden. Unser Vorschlag:

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Blumenkohlsalat süß und scharf


Zutaten für 4 Portionen:

3 Wheaty Spacebars Red Hot Chili Peppers
2 kleine Blumenkohlköpfe
3 EL Olivenöl
3 EL Orangensaft
1 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
3 kleine Chilischoten
2 getrocknete Feigen
4-5 EL Luzernensprossen
3 EL Walnusskernhälften
1 kleiner Kopf Lollo Rosso
1 Bund Blattpetersilie


Zubereitung:

Spacebars Red Hot Chili Peppers in sehr dünne Scheibchen schneiden, Chilischoten halbieren, entkernen und quer in dünne Streifen schneiden. Olivenöl, Orangensaft, Zitronensaft, Chilistreifen, Salz und Pfeffer gut verrühren. Feigen in sehr kleine Stücke schneiden und zum Dressing geben.

Beim Blumenkohl die äußeren Blätter entfernen, danach in sehr kleine Röschen teilen. Waschen. Im Salzwasser 8-10 Minuten bissfest blanchieren. In eine Schüssel mit Eiswürfelwasser geben. Abkühlen. Gut abtropfen lassen. Zusammen mit den Spacebar-Scheiben in eine Schüssel geben. Mit dem Dressing gut vermengen. Durchziehen lassen.

Salatblätter waschen und in feine Streifen schneiden. Auf einer Platte oder vier Salattellern verteilen. Den Blumenkohlsalat darauf geben. Mit den Luzernesprossen, der Blattpetersilie und den Walnusskernen garnieren.