fb.png Facebook   Search_1.png Suche   Impressum

Die Tomate ist ein ganz besonderes „Früchtchen“. Sie stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Schon die Maya und Azteken hatten die „Xitomatl“ (aztekisches Wort) kultiviert. Wie so manche Frucht, brachte Christoph Kolumbus sie nach Europa.

 

In Europa wurde die Tomate zunächst als Zierpflanze angesehen, die Frucht als giftig eingestuft. In der heutigen Zeit weiß man, dass das nur auf unreife Tomaten zutrifft. Da sie außerdem lange Zeit im Verdacht stand, einen „Liebeswahn“ zu erzeugen, wurde sie auch als „Liebesapfel“ bezeichnet.

 

Tomaten gibt es bei uns inzwischen zwar von Januar bis Dezember, die beste Qualität aber genießen wir im Sommer. Vorzugsweise sollten sie aus dem heimischen Garten oder aus der Region stammen. Geht man über die Wochenmärkte, so kann man die Sorten-und Farbenvielfalt

erleben, grüne, gelbe, orangefarbene, rote und sogar schwarze Tomaten bieten sich an. Bis zu zwölf verschiedene Formen kann man entdecken. Die bunte Welt der Tomaten ist also ein großes Feld für alle, die gerne mit den verschiedenen Sorten eine ungeahnte Geschmacksvielfalt erleben wollen. Der Grundgeschmack von Tomaten ist eher säuerlich. Unterschiede gibt jedoch es beim Zuckergehalt: Manche Sorten sind fast honigartig süß, dies gilt besonders bei Cocktailtomaten.

 

In unseren Breiten sind folgende Sorten am häufigsten: Kugeltomaten sind rund und die beliebteste Sorte im Handel. Fleischtomaten, auch gerippte Tomaten genannt, enthalten mehr Fruchtfleisch, sind weniger flüssig, kernärmer und lassen sich deshalb auch besser schneiden; der Säuregehalt ist wesentlich geringer, sie sind süßer als die anderen Sorten. Flaschentomaten sind länglich und haben eine flaschen- oder birnenförmige Form, werden überwiegend im Mittelmeerraum unter den Namen Roma oder San Marzano angebaut, sind sehr süß und aromatisch und haben wenig Kerne. Kirschtomaten auch bekannt unter dem Begriff Cherry- oder Cocktailtomaten; sie dürften der südamerikanischen Urform am nächsten kommen. Kirschtomaten sind sehr süß und finden oft Verwendung als Garnitur.

 

Alle Tomatensorgen sind kalorienarm. Außerdem enthalten sie viele Nährstoffe, unter anderem Vitamin A, B1, B2, C, E, Niacin, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralstoffe, besonders Kalium und Spurenelemente. 100 Gramm Tomaten decken über ein Viertel des täglichen Vitamin-C-Bedarfs. Durch den Verzehr von Tomaten kann außerdem das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten gesenkt werden. Die hohe Konzentration von Lycopin – das der Tomate ihre rote Farbe verleiht – soll Krebserkrankungen vorbeugen. Tomaten sollte also in keiner Hausapotheke fehlen. Es heißt, Tomaten sorgten, am Abend gegessen, für einen ruhigen Schlaf und entspannte Nerven.

 

Das Kraut, der Stielansatz, und der grüne Teil der Frucht sind durch das darin enthaltene Tomatidin (entspricht dem Solanin der Kartoffel) allerdings mäßig giftig; vor dem Verzehr sollten die grünen Teile also entfernt werden.

 

Zum Schluss noch ein Einkaufs-Tipp: Sind die Tomaten dunkelrot und weich und lassen sich eindrücken, und die Haut bildet dabei Falten, dann sind sie schon mehr als eine Woche alt.

 

Natürlich haben wir auch ein brandneues Wheaty-Rezept für Sie – natürlich mit Tomaten:

 

Seitanmedaillons Verdura                                                                                                                            Tomate.de.PNG

 

Zutaten für 4 Personen:

 

4 Wheaty Seitanmedaillons
1 kleine Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
100 g Champignons
100 g gewürfelte Tomaten (ohne Flüssigkeit)
Salz und Pfeffer
Sojasahne

1 Zitrone
3-4 EL feine Haferflocken
Semmelbrösel
Olivenöl

 

Für die Garnitur:

 

Thymianzweig, Rosmarinzweig

1 kleine Zucchini, 1 kleine Aubergine                                                                                                                         Bild: Meike Pantel/pixelio.de

 

Zubereitung:

 

Lauch putzen, längs durchschneiden, in sehr feine Streifen schneiden, waschen. Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Champignons säubern (abbürsten), in kleine Würfel schneiden.

Alles zusammen mit wenig Olivenöl andünsten, Tomatenwürfel dazu geben, Flüssigkeit einkochen lassen. Vorsichtig salzen und pfeffern. Abkühlen lassen.

Haferflocken und abgeriebene Zitronenschale sowie etwas Sojasahne unterheben, bis eine feste, aber noch cremige Bindung entsteht.

Die Seitanmedaillons mit einem scharfen Messer vorsichtig quer durchschneiden. Mit der abgekühlten Gemüsemasse den unteren Teil bestreichen und den oberen Teil aufsetzen. Die Medaillons seitlich in Semmelbrösel rollen. Leicht einölen.

Danach in einer Alugrillschale oder auf einer Grillplatte auf beiden Seiten 2-3 Minuten grillen. Zucchini und Aubergine waschen, in längliche Streifen schneiden und ebenfalls kurz grillen, danach leicht würzen.

Die Medaillons mit den Gemüsestreifen anrichten und mit den Thymian-und Rosmarinzweigen garnieren.

 

Verdura.jpg